
Der größere der beiden Terraner nickte. »Ganz entschieden.«
Plorvash sagte: »Wir wär’s, wenn Sie jetzt mitkämen? Sie wollen sich bestimmt gut ausruhen, ehe Sie mit Ihrer Arbeit beginnen. Sicher legen Sie Wert darauf, sich von Ihrer besten Seite zu zeigen, da es um die Ehre Ihres Planeten geht.«
»Natürlich«, sagte Marner.
Der Fremde grinste. »Der Test kann beginnen, sobald Sie es wünschen. Darf ich Ihnen viel Glück wünschen?«
»Wir werden es nicht brauchen«, sagte Kemridge grimmig. »Das Ganze hat nichts mit Glück zu tun. Köpfchen muß man haben und an harte Arbeit gewöhnt sein.«
»Um das zu beweisen, sind Sie hier«, sagte Plorvash. »Auf alle Fälle wird es amüsant werden.«
* * *
Obwohl es noch keine Statistik darüber gibt, ist es doch eine vielbeobachtete Tatsache, daß die meisten ernsthaften Meinungsverschiedenheiten in Bars ihren Anfang nehmen. In einer New Yorker Bar an der Kreuzung der 46. und der 6. Straße geschah es, daß Justin Marner sich unklugerweise auf ein Wortgefecht mit einem zu Besuch in der Stadt weilenden Domerangi eingelassen hatte. Vier Wochen waren seitdem vergangen. In der gleichen Bar hatte die Kette der Ereignisse ihren Anfang genommen, die den Besuch der beiden Erdenbewohner auf Domerang V zur Folge hatte.
Zuerst war es ein simpler Streit gewesen. Marner hatte nachdenklich seinen Whisky genossen, während Kemridge, die langen Beine angezogen, auf dem Barhocker thronte und trübsinnig in sein leeres Glas starrte. Der Domerangi hatte die Bar mit schweren Schritten betreten.
Kemridge und Marner hatten überrascht aufgeblickt. Obwohl der Kontakt zu Domerang V vor über einem Jahrhundert aufgenommen worden war, waren die Bewohner dieses Planeten doch noch ein seltener Anblick in New York. Diesen Domerangi aber kannten Kemridge und Marner. Er gehörte zum Gefolge des Domerangikonsulats, und sie hatten seine Bekanntschaft gemacht, als das Beleuchtungssystem des Konsulats einen Umbau erforderlich machte. Domerangi mit ihrem außergewöhnlichen peripheralen Sehvermögen bevorzugten gedämpftes, indirektes Licht. Marner und Kemridge hatten die Zeichnungen für den Umbau angefertigt.
